Gastbeitrag von Verena Schlegel
(Einrichtungsleiterin Kita Regenbogen)
Bei strahlendem Sommerwetter haben wir am Dienstag mit allen Kindern unserer Ökumenischen Kindertagesstätte „Regenbogen“ Dermbach – in Trägerschaft der Diakoniestiftung – eine besondere Jahresabschlussandacht gefeiert.
Gemeinsam machten sich die Kinder, von den Kleinsten aus der Krippe bis hin zu unseren Vorschulkindern, auf den Weg von der Waldstraße zur katholischen Kirche. Schon dieser gemeinsame Weg ließ unser Motto lebendig werden: „Gott geht mit uns – heute, morgen, immer.“
In der Kirche wurden wir herzlich von Frau Stefanie Gärtner, pastorale Mitarbeiterin der katholischen Kirche, und Pfarrerin Silke Glöckner aus der evangelischen Kirche Dermbach begrüßt.
Mit viel Einfühlungsvermögen gestalteten beide eine Mitmach-Andacht, die die Kinder auf ganz natürliche Weise ansprach und zum Mitmachen einlud.
Mit dem Lied „Einfach spitze, dass du da bist!“ begann die Feier schwungvoll. Es wurde geklatscht, gestampft, gehüpft und getanzt – die Freude war im ganzen Kirchenraum spürbar. Im weiteren Verlauf wurde der Weg der Kinder durch ihre Kita-Zeit anschaulich aufgegriffen.
Verschiedene Symbole machten sichtbar, was die Kinder in den vergangenen Jahren erlebt und entdeckt haben: Ein Ball stand für Spiel, Freude und gemeinsames Erleben, eine Gitarre für Musik, Singen und fröhliche Momente. Ein Pinsel erinnerte an Kreativität und das Ausprobieren, ein Buch an all das, was die Kinder Tag für Tag lernen und neu entdecken.
Diese Symbole wurden nach und nach zusammengetragen – bis hin zur Vorschulzeit. Dort entstand ein starkes Bild für Entwicklung und Wachstum: Aus der Raupe wird ein Schmetterling.
Ein Zeichen dafür, wie sehr sich die Kinder in ihrer Kita-Zeit entfalten und nun bereit sind für ihren nächsten Schritt.
Ein besonders berührender Moment war der Segen für unsere zehn Vorschulkinder, die wir in diesem Jahr verabschieden. Unter einem aufgespannten Regenschirm erhielten sie ihren Segen – ein Symbol für Schutz und Begleitung, das für die Kinder gut greifbar ist.
Dieser besondere Augenblick machte den Übergang bewusst und stärkt die Kinder für ihren weiteren Weg. Was diesen Vormittag so wertvoll macht, ist das gelebte Miteinander der Ökumene.
In unserer Kita ist Platz für unterschiedliche Erfahrungen und Zugänge – jedes Kind darf so sein, wie es ist. Die Angebote laden ein, Gemeinschaft zu erleben, Fragen zu stellen und sich angenommen zu fühlen – offen, respektvoll und ohne Erwartungsdruck.
Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit unseren kirchlichen Partnern. Frau Gärtner besucht uns regelmäßig in der Kita und gestaltet Katechesen mit den Kindern.
Für die Vorschulkinder bedeutet das, sich intensiver mit biblischen Geschichten – wie der Mosegeschichte – auseinanderzusetzen und Themen wie Mut, Vertrauen, Empathie und Zusammenhalt in den Blick zu nehmen.
Alle Kinder ab drei Jahren können sich freiwillig einwählen und erleben unter dem Thema „Die Kinder entdecken Gottes Welt“ altersgerechte Angebote rund um Gemeinschaft, Staunen und Vertrauen.
Auch Pfarrerin Glöckner und der katholische Pfarrer Pasenow begleiten unsere Kita: Sie gestalten die Andacht zu den Heiligen Drei Königen und bringen den Haussegen zu uns. Ebenso feiern wir St. Martin im Wechsel in der katholischen und evangelischen Kirche sowie unsere Jahresabschlussandacht.
Für diese verlässliche, offene und wertschätzende Zusammenarbeit sind wir als Kita sehr dankbar. Ein freudiger Ausblick richtet sich bereits auf das kommende Kita-Jahr: Unser neuer Vorschulclub mit 28 Kindern startet am 1. September 2026 mit einer besonderen Aktion – einer Schatzsuche durch den Kirchenraum, gemeinsam mit Frau Gärtner.
Zum Abschluss der Andacht sangen alle gemeinsam „Gottes Liebe ist so wunderbar“ – ein Lied, das die Stimmung dieses Tages wunderbar eingefangen hat: fröhlich, stärkend und verbindend.
Diese Andacht hat gezeigt, wie wichtig es ist, Kindern Räume zu geben, in denen sie Gemeinschaft erleben, sich angenommen fühlen und gestärkt ihren eigenen Weg gehen dürfen.






